Landschaftsqualität und Vernetzung

Inhalt und Ziel

Vernetzungsprojekte im Umfeld der repla espaceSolothurn
Basierend auf der Eidgenössischen Direktzahlungsverordnung (DZV) vom 23. Oktober 2013 soll die regionaltypische Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren erhalten und gefördert werden. Dies soll mittels verschiedener extensiver Bewirtschaftungsformen und geeigneter Lage der Biodiversitätsförderflächen (BFF, ehemals Ökologische Ausgleichsflächen) erreicht werden. Die vorhandenen Landschaftselemente wie Hecken, Bäume oder Waldränder sollen zusammen mit Brachen oder extensiv bewirtschafteten Wiesen und Weiden ein ökologisches Wegnetz bilden. Dieses Wegnetz ist für die Verbreitung und Entwicklung von Tieren und Pflanzen wichtig. Die Leistungen der Bewirtschaftenden werden über Vernetzungsbeiträge abgegolten.

Strategie

Folgende Strategien werden verfolgt:

  • Für standorttypische Tier- und Pflanzenarten sollen optimale Lebensräume geschaffen werden (Leitarten).
  • Lebensräume gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sollen erhalten werden (Zielarten).
  • Lokale Wanderkorridore von Wildtieren sollen freigehalten und aufgewertet werden; wo möglich sollen Barrieren abgebaut oder abgeschwächt werden.
  • Wertvolle Lebensräume sollen erhalten, gepflegt und wo möglich vergrössert (Pufferflächen) und vernetzt werden.
  • Neue Lebensräume sollen vor allem entlang von Gewässern, Waldrändern und bestehenden Naturschutzgebieten sowie zur Verbindung zwischen isolierten Lebensräumen angelegt werden.
  • Defiziträume sollen aufgewertet werden.
  • Hangparallele Vernetzungsstrukturen mit erosionshemmender Wirkung sollen gefördert werden.
  • Die Vernetzung soll entlang der Waldränder und der Gewässer, wie auch im Bereich von Grundwasserschutzzonen gefördert werden.

Umsetzung

Die erste Projektperiode wurde bei allen Vernetzungsprojekten per 2015 abgeschlossen. Ab 2016 beginnt die zweite Projektperiode, die acht Jahre dauert. Pro Bezirk besteht noch ein Vernetzungsprojekt.

In der ersten Projektperiode konnten durchwegs positive Erfahrungen gemacht werden. Erschwerend hat sich herausgestellt, dass nicht überall gute Voraussetzungen für ökologisch wertvolle BFF bestehen bzw. gute Ackerböden die optimale Verteilung der BFF erschweren. Auf organisatorischer Ebene sollen die Information der Bevölkerung verbessert und den Bewirtschaftern vermehrt die Zusammenhänge zwischen Bewirtschaftungsauflagen und den Wirkungszielen aufgezeigt werden.

Durch den Einsatz der Vernetzungsberater und der Trägerschaft konnte das Vertrauen in die Projekte aufgebaut werden.

Auch in Zukunft soll die bewährte Zusammenarbeit zwischen der repla espaceSOLOTHURN und der Repla Grenchen-Büren weiter geführt werden (siehe Arbeitsgruppen).

Erfolgskontrolle

Die Erfolgskontrolle basiert auf dem Wirkungsmonitoring der Ziel- und Leitarten gemäss Vorgaben des Amtes für Landwirtschaft. Grundlage bildet die bewährte Methode der Vogelwarte Sempach, wobei die Beobachtungen von lokalen Naturkennern durchgeführt werden.

Neben einer Wirkungskontrolle findet auch eine Umsetzungskontrolle statt. Hierbei werden die angemeldeten Vernetzungsflächen mit den angestrebten Flächenzielen verglichen. Nach der ersten Projektperiode wurden die Flächenziele in allen Gebieten erreicht.

Vernetzungspfade

Für die landwirtschaftliche Nutzfläche in den Bezirken Bucheggberg, Leberberg und Wasseramt existieren seit bald 10 Jahren Vernetzungsprojekte – es wurde verschiedentlich in den Medien darüber berichtet. Das Ziel ist die Erhaltung der Artenvielfalt, indem die Bauern die sogenannten „Biodiversitätsförderflächen“, wie extensive Wiesen und Weiden, sowie Hecken und Hochstamm-Obstbäume am richtigen Ort anlegen und Bewirtschaftungsauflagen umsetzen.

Eine wichtige Aufgabe des Vollzugs besteht in der Information der Öffentlichkeit. Mit einem „Vernetzungspfad“ soll deshalb die Bevölkerung über den Sinn und Zweck der Projekte orientiert werden. Verschiedene Tafeln, die bei den jeweiligen Ökoflächen temporär aufgestellt werden, erklären die Funktion von Hecken, Blumenwiesen, Hochstamm-Obstgärten und Brachen. Diese Elemente bereichern die Landschaft und bieten für viele Tiere Lebensraum. Weiter werden die Projekte im Allgemeinen und die Leistungen der Bauern im Besonderen dargestellt.

Die Tafeln sind an verschiedenen Stellen je eine Sommersaison lang zu sehen. Karten der aktuellen Standorte stehen zum Download bereit.

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Arbeitsgruppen

AG Bucheggberg

Präsident

  • Philipp Vogel, Mühledorf

Vertreter Landw. Bezirksverein

  • Philipp Vogel, Mühledorf

Vernetzungsberater

  • Hans Stuber, Oberwil
  • Andreas Wyss, Hessigkofen
  • Erwin Zimmermann, Mühledorf
  • Daniel Affolter, Nennigkofen

Vertreter MJPNL

  • Kurt Iseli, Amt für Raumplanung

Lokale Naturkenner

  • Martina Eigenheer, Brügglen
  • Konrad Eigenheer, Brügglen
  • Hans Neeracher, Buchegg

Administration

  • Jean-Pierre Ruch, Geschäftsführer Repla GB

Technische Beratung

  • Martin Huber, BSB + Partner

AG Leberberg

Präsident

  • Erich Walker, Bettlach

Vertreter Landw. Bezirksverein

  • Toni Marti, Rüttenen

Vernetzungsberater

  • Martin Reinhart, Rüttenen
  • Eddi Fluri, Selzach
  • Erich Walker, Bettlach
  • Berhard Stauffer, Grenchen
  • Toni Marti, Rüttenen
  • Anton Probst, Kammersrohr

Vertreter MJPNL

  • Stefan Staub, Amt für Raumplanung
  • Jonas Lüthy, Amt für Raumplanung

Lokale Naturkenner

  • Oliver Gardi und weitere Vertreter N+V Grenchen
  • Reto Gardi, Bettlach
  • Walter Christen, Solothurn
  • Philipp Augustin, Oberdorf
  • Werner Tschumi, Günsberg
  • Konrad Mäder, Feldbrunnen
  • Rolf Amiet, Hubersdorf

Administration

  • Jean-Pierre Ruch, Geschäftsführer Repla GB

Technische Beratung

  • Martin Huber, BSB + Partner

AG Wasseramt

Präsident

  • Daniel Murer, Recherswil

Vertreter Landw. Bezirksverein

  • Mathias Misteli, Etziken

Vernetzungsberater

  • Jakob Gasche, Oekingen
  • Daniel Murer, Recherswil
  • Hans Marti, Derendingen
  • Rolf Heri, Biberist

Vertreter MJPNL

  • Kurt Iseli, Amt für Raumplanung

Lokale Naturkenner

  • Georg Begert, Biberist
  • Patrick Frara, Derendingen
  • Hanspeter Aeschlimann Bolken
  • Rolf Gugelmann, Solothurn

Administration

  • Jean-Pierre Ruch, Geschäftsführer Repla GB

Technische Beratung

  • Martin Huber, BSB + Partner

Weitere Informationen zu den Arbeitsgruppen

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