Projekt «seeland.biel.bienne»

Projekt "seeland.bienne" - Bericht 2004

In den letzten Jahren ist in der Region Biel-Seeland-Jura bernois einiges in Bewegung geraten: So hat die Landesausstellung Expo.02 zur Stärkung der regionalen Identität wesentlich beigetragen; die Regionalverbände arbeiten in verschiedenen Bereichen erfolgreich zusammen, und die Kontakte mit den Partnerorganisationen wie Wirtschaftskammer und Tourismus Biel-Seeland sind intensiviert worden; die Konferenz der Gemeinde- und Stadtpräsidien hat sich zu einer anerkannten Plattform für gemeinsame politische Aktionen entwickelt; in verschiedenen Sachbereichen erproben die Gemeinden neue Formen der Zusammenarbeit; der Ausbau des Nationalstrassennetzes und die Agglomerationspolitik des Bundes setzen neue Impulse.

Diese positiven Signale veranlassten die drei Regionalverbände Biel-Seeland, Erlach östliches Seeland EOS und Grenchen-Büren, zusammen mit den Gemeinden und den Partnerorganisationen einen weiteren Schritt zur Stärkung des Lebens- und Wirtschaftsraumes, zur Verbesserung der Zusammenarbeit und zur Bündelung der politischen Kräfte in Angriff zu nehmen.

Das unter dem Titel „seeland.bienne" lancierte Projekt mit einem Leitbild und neuen regionalen Strukturen löste im Sommer 2003 ein positives Echo aus. Dies ermutigte den mit der Leitung des Projektes betrauten Führungsausschuss, den Gemeinden im Sommer 2004 einen Realisierungsvorschlag zu unterbreiten: Die neue Mehrzweckorganisation seeland.bienne soll in der Startphase die Aufgaben der heutigen Planungsregionen, der Konferenz der Gemeinde- und Stadtpräsidien im Seeland und der Kulturkonferenz Biel erfüllen und ihren Aufgabenbereich gemäss den anfallenden Bedürfnissen auch erweitern können. Die politische Führung obliegt der aus den Gemeindepräsident/innen bestehenden Regioversammlung.

Die Gemeinden äusserten sich in der Vernehmlassung zum überwiegenden Teil positiv zum Realisierungsvorschlag. Die Region Grenchen-Büren sieht allerdings die kantonsüberschreitende Zusammenarbeit gefährdet und erachtet die Umsetzung von seeland.bienne in ihrem Gebiet als verfrüht: Zuerst soll eine verstärkte Zusammenrabeit mit der Region RSU in die Wege geleitet werden. Als Fernziel wird der Zusammenschluss der beiden Regionen mit seeland. bienne (dannzumal mit angepasstem Namen!) anvisiert.

Der Führungsausschuss hat das Fazit gezogen: seeland.bienne soll im Jahr 2005 zunächst im Perimeter der Regionen Biel-Seeland und EOS umgesetzt werden. Die Vorstände dieser beiden Trägerregionen haben dazu bereits grünes Licht gegeben. Bis Anfang 2006 die neue Organisation seeland.bienne ihren Betrieb aufnehmen kann, ist im Jahr 2005 nochmals ein starkes Engagement aller Beteiligten erforderlich.

Die Region RSU und die übrigen Nachbarregionen zeigten sich bisher am Projekt seeland. bienne interessiert, ohne aber eine direkte Integration anzustreben. Mit der Einsitznahme im Führungsausschuss ist die Zusammenarbeit gewährleistet. Diese soll auch in der neuen Organisation seeland.bienne auf geeignete Weise sichergestellt werden.

 

Rudolf Hartmann, Projektleitung seeland.bienne

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